SEO-Gefahren bei einem Onlineshop-Relaunch

Ein Onlineshop-Relaunch stellt für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine besondere Herausforderung dar.

URL-Rewrites beim Onlineshop-Relaunch - Vermeidung von SEO-Fehlern

Je nach Artikelanzahl eines Onlineshops hat man es schnell mit mehreren Tausend indexierten Seiten zu tun, die im Google-Index gelistet sind und alle auf eine 404-Fehler-Seite („Seite nicht gefunden“) zeigen würden, wenn sich beim Shop-Relaunch die URL-Struktur der Seite geändert hat.

Im schlimmsten Fall führt dies bei ungenügender Vorbereitung zu einer Google-Penalty, weil das Nutzererlebnis nach dem Linkbesuch nicht den Anforderungen von Google entspricht. Das bedeutet, dass plötzlich die indexierten Seiten aus Google entfernt werden, was zu einem hohen Traffic-Verlust des Shops führen kann. Dies wiederum lässt sich direkt in Umsatzverlust umrechnen. Genau dieser Ablauf hat schon viele Onlineshops eine Stange Geld gekostet. Um den Traffic-Verlust zu verhindern müssen sogenannte permanente Weiterleitungen (301-Weiterleitungen) eingerichtet werden. Dabei werden die Robots der Suchmaschinen vom alten Link (z.B. www.domainname.de/produktxy) direkt auf die neue URL (z.B. www.domainname.de/produktkat/produktxy) verwiesen. Bei einem Onlineshop-Relaunch möchte man natürlich ggf. die Struktur überarbeiten und direkt auf andere wichtige SEO-Kriterien eingehen. Daher ist diese Weiterleitung der alten auf die neuen URL´s tatsächlich häufig mit Handarbeit verbunden. Wie gehen wir allerdings am besten vor, wenn wir es mit mehr als 20.000 geänderten URL´s zutun haben?

Berücksichtigung aller SEO-Kriterien für den Shop-Relaunch

Vor genau dieser Problematik standen wir bei unserem Relaunch des MIYABI Onlineshops mit mehr als 7.000 Artikeln. Die meisten SEO-Professionals arbeiten mit dem Sichtbarkeitsindex, z.B. von Sistrix, um Änderungen des Rankings eines Onlineshops zu überwachen. Wir prüfen diesen ebenfalls, achten aber zusätzlich auch auf die Entwicklung der Zugriffe aus der organischen Suche, sowie die Umsatzentwicklung aus diesem Kanal. Denn diese Werte verhalten sich keinesfalls zwingend proportional zueinander.

Natürlich können die 301-Weiterleitungen nicht alle manuell vorgenommen werden. Verfügt man über ein gutes Web-Tracking, wie z.B. Google Analytics, dann können die meistbesuchten Links der letzten Monate exportiert und mit höchster Priorität bearbeitet werden.

In der Praxis hat dies bei unserem Projekt wunderbar funktioniert. Google hat bereits 3 Tage nach dem Relaunch die SERP´s (Darstellung der Suchergebnisses in Google mit Link und Linkbeschreibung) des Onlineshops auf die neuen Texte umgestellt, somit also schnell erkannt, dass sich nur jeweils die URL verändert hat. Wie erwartet ist der Sichtbarkeitsindex erst einmal um 7 Prozent gesunken. Die Zugriffe aus der organischen Suche allerdings sind in den ersten 5 Tagen nach Launch um 22 Prozent gestiegen, der Umsatz ebenfalls im noch besseren Verhältnis. Natürlich sind die Weiterleitungen nicht das einzige Kriterium, das bei einem Relaunch technisch für die SEO beachtet werden muss, aber es kann schnell zum Killerkriterium werden.

In diesem Sinne wünschen wir viel Erfolg für Ihren Relaunch, falls einer anstehen sollte. An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an René Dhemant von Sistrix, der uns in der Konzeptionsphase grünes Licht für unseren Plan gegeben hat!

Mit besten Grüßen,
Kim Oliver Hensler
Kundenberatung E-Commerce, Online-Marketing

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